Heimatmuseum Berchtoldhof

Außenansicht des Heimatmuseums Berchtoldhof

In der Regel ist das Heimatmuseum am 1. Sonntag im Monat geöffnet.

Die nächsten Öffnungstermine von 10.30 - 13.00 Uhr sind am:
Sonntag, 05. Juli 2020
Sonntag, 06. September 2020.
Sonntag, 04. Oktober 2020
Sonntag, 01. November 2020
Sonntag, 20. Dezember 2020

Aufgrund der Coronapandemie dürfen sich nur maximal 4 Gäste gleichzeitig im Museum aufhalten.
Besuche müssen bei Museumsleiterin Margit Haas angekündigt werden, Tel 07161/69423 oder per E.Mail: mh@margit-haas.de
Frau Haas wird zu Beginn jeder halben Stunde einen kurzen Überblick über die Ausstellung geben und an deren Ende Fragen beantworten.

Folgende Hygienemaßnahmen müssen eingehalten werden:
- Im Museum besteht Maskenpflicht
- Die Abstands- und Hygienevorgaben sind einzuhalten
- Es dürfen sich gleichzeitig max. vier Besucher im Museum aufhalten

Geschichte

Der Berchtoldhof war ursprünglich als württembergisches Lehen über Jahrhunderte hinweg eines der größten Anwesen in Uhingen. Aus den Lager- und Kaufbüchern sind über den Berchtoldhof interessante Daten überliefert.

Im Jahre 1477 bezeugt ein Eintrag im Lagerbuch, Seite 243, das heute im Staatsarchiv in Stuttgart aufbewahrt wird, daß die Verwalter Ulrich Cleib und Gyfer Rumpold je zur Hälfte den Berchtoldhof in Uhingen verwalten.

1980 kaufte die Gemeinde das Gebäude und renovierte es grundlegend. Seit dieser Zeit ist der Berchtoldhof mit dem Heimatmuseum eines der kulturellen Zentren Uhingens.

Das Heimatmuseum Berchtoldhof gliedert sich in drei Teile: Besiedlung des Raums im Unteren Filstal, Glasmacher im Nassachtal und eine Sammlung bäuerlichen Kulturguts von Georg Esenwein.
Der vor- und frühgeschichtliche Teil reicht zurück in die Steinzeit und zeigt frühgeschichtliche Funde aus Uhingen; insbesondere aus der Alemannenzeit. Gräberfunde, Waffen und Hausgeräte aus dieser Epoche, wie auch ein Hortfund aus der Urnenfelderzeit vermitteln einen Einblick in die damalige Lebensweise.

Eine Besonderheit stellt die Abteilung über die mittelalterliche Glasherstellung im Nassachtal dar. Vom 15. Jahrhundert bis 1553 war diese im Nassachtal ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nachfahren der dort ansässigen Glasmacherfamilie Greiner wurden im 16. Jahrhundert zu den Mitbegründern der bekannten Glasindustrie in Thüringen. Werkzeuge, Rekonstruktionen, sowie eine Vielzahl von Glasresten, die bei archäologischen Ausgrabungen des Landesdenkmalamtes Stuttgart im Nassachtal gemacht wurden, geben einen umfassenden Einblick in die Glasherstellung und –bearbeitung. Dieser Bereich zieht fachlich interessierte Besucher aus ganz Deutschland, ja Europa, an.

Eine von einem Privatsammler im Dachgeschoß eingerichtete Heimatstube zeigt neben Versteinerungen und vor- und frühgeschichtlichen Funden die frühere bäuerliche Lebensweise anhand vielfältiger Arbeits- und Hausgeräte aus dem bäuerlichen Alltag, wie Gabeln, Schaufeln, Siebe, Steinzeug und einen seltenen, aus Stroh geflochtenen Bienenkorb.

Zur Konzeption der Stadt für den Berchtoldhof gehörte von Anfang an der Wunsch, ständig Besucher und kein verstaubtes Museum zu haben. 

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