Verbot von Schottergärten nach § 21 a NatSchG

Grüne Gartenvielfalt – jeder Quadratmeter zählt

„Pseudo-Kiesgärten“, die eher Schotterwüsten gleichen, werden oft in einem Atemzug mit Pflegeleichtigkeit angepriesen.

Dabei gedeiht Unkraut auch ganz munter auf derartigen Schotterschüttungen. Im Sommer speichern alle nicht begrünten Flächen besonders stark die Wärme und tragen so zu einer Überhitzung unserer Städte bei. Dagegen kann sich ein „echter“ Kiesgarten im Laufe der Jahre zu einem wahren Refugium trockenheitsliebender Stauden und Sträucher entwickeln. Kühlend wirken sich Sträucher und Bäume aus, die Schatten spenden, über ihre Blätter Wasser verdunsten und ein angenehmes Mikroklima schaffen. Stauden und Gräser bieten beispielsweise eine ökologisch sinnvolle und vor allem überaus attraktive Möglichkeit, Gärten und Vorgärten mit Leben zu füllen. Die Pflanzen sind Allroundtalente. Egal ob in der vollen Sonne oder im Schatten, für jeden Standort gibt es passende Sorten. 
„Ein bisschen Stein darf sein…“, doch wo findet man die Negativabgrenzung, wann es sich trotz der Verwendung mineralischer Materialien nicht um einen nach § 21a NatSchG verbotenen Schottergarten handelt? Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat das gemeinsam mit den Branchen-Fachleuten des Garten, Landschafts- und Sportplatzbaus Baden Württemberg e. V. (GaLaBau) wie folgt definiert:

Es handelt sich nicht um einen nach § 21a NatSchG verbotenen Schottergarten, wennein fachgerechter Lebens-bereich Alpinum/Steingarten angelegt wird oder eine Kies-/Splittmulchung bis zur Korngröße 16 mm (bei speziellen Pflanzungen wird auch eine Körnung bis 32 mm eingesetzt), bei der keine Trennlage (wasser-undurchlässig/wurzelfest) verwendet wird, hergestellt wird. Ziel der Mulchung ist es, den Boden abzumagern oder die Verdunstung zu reduzieren. Die Pflanzung muss grundsätzlich der Fläche ein Gepräge geben. Dies ist gegeben bei einer Begrünung mit einem gleichmäßigen Bestand in Wuchs und Verteilung und einer Bodendeckung von mindestens 70 %.

Klingt kompliziert? In der Broschüre „Grüne Gartenvielfalt-jeder Quadratmeter zählt“ des GaLaBau (14 MB) (14 MB) gibt es weitere Info dazu. Die Broschüre erhalten Sie auf Wunsch im Ordnungsamt/Tel. 07161 9380 133. Als pdf-Datei finden Sie diese auf der Homepage der Stadt Uhingen.

Informationsbroschüre

Plakat "Landesschau Mobil zu Gast in Uhingen"

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