Jahresabschluss Wasserversorgung 2020 mit erneutem Verlust - Gremium beschließt höheren Wasserpreis und passt Abschlagszahlungen an

Der kommunale Eigenbetrieb Wasserversorgung Uhingen hat im Jahr 2020 einen erheblichen Verlust in Höhe von 92.467,40 EUR erzielt.

Bereits im Jahr 2019 lag der Verlust bei einem Minus von 11.789,52 EUR. Ursache für die Defizite war unter anderem, dass das Wasser sehr günstig ist, weil es unter dem kostendeckenden Preis verkauft wurde. Der hohe Verlust im Jahr 2020 resultiert auch daher, weil in diesem Zeitraum nochmals etwa 30.000 Kubikmeter mehr Wasser verkauft worden sind als im Vorjahr.
 
In den vergangenen Jahren hat der Gemeinderat immer wieder den Wasserpreis moderat angepasst. Dabei wurde im Gremium stets das Ziel verfolgt, dass die Gewinne, die in der Wasserversorgung erzielt werden, in den Folgejahren wieder an die Bürger zurückgegeben werden. Dies geschah durch Gebührensenkungen, die die Bürger entlastet haben. Zuletzt wurde der Wasserpreis zum 1. Januar 2019 von 1,75 EUR pro Kubikmeter auf 1,71 EUR pro Kubikmeter gesenkt. Damit ist der Wasserpreis in Uhingen sehr günstig. Im Landkreis liegt der Durchschnittspreis derzeit bei 2,29 EUR pro Kubikmeter Wasser.
 
Die Verluste der Jahre 2019 und 2020 haben nun dazu geführt, dass die Gewinnvorträge nahezu aufgebraucht sind. Deshalb war es unumgänglich, den Wasserpreis neu zu kalkulieren und anzupassen. Der Gemeinderat hat den Wasserpreis auf immer noch vergleichsweise günstige 1,95 EUR pro Kubikmeter ab 1. Januar 2022 festgesetzt. Dieser Preis deckt nach den Berechnungen der Kämmerei die heute absehbaren anfallenden Kosten ab dem Jahr 2022. Die Stadtverwaltung geht weiter davon aus, dass es auch  im Jahr 2021 nochmals zu einem Verlust kommen wird. Der in 2021 erwartete Verlust wird erst in den Jahren nach 2022 durch entstehende Gewinne abgebaut werden.
 
Außerdem hat der Gemeinderat zugestimmt, dass ab 2022 vier Abschlagszahlungen für die Wasser- und Abwassergebühren erhoben werden. Die Abschlagszahlungen werden künftig zum 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember erhoben. Die Schlussrechnung wird dann im 1. Quartal des Folgejahres erstellt. Diese Umstellung war notwendig, da die Stadtverwaltung derzeit auf eine neue Finanzsoftware (SAP) wechselt.   

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