Uhingen weiterspinnen - Entwicklung des Spinnweberei-Areals

Gestalten Sie die Zukunft der Uhinger Stadtmitte aktiv mit! Bringen Sie sich und Ihre Ideen ein

Wer an der ersten Veranstaltung nicht teilnehmen konnte, kann noch bis Ende Oktober seine Ideen zur Entwicklung des Areals der Alten Spinnweberei an die Verwaltung weitergeben –entweder über die aufgestellte Box im Erdgeschoss des Rathauses oder gerne auch per Mail.

160 interessierte Bürgerinnen und Bürger –viele neue Ideen und Vorschläge

Erfolgreicher Start der Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des Areals der Alten Spinnweberei

„Uhingen weiterspinnen“ war das Motto der ersten Bürgerbeteiligungsrunde zur Neugestaltung der Uhinger Stadtmitte, die vergangenen Freitag auf dem Areal der AltenSpinnweberei stattgefunden hat. Etwa 160 Bürgerinnen und Bürger aus Uhingen hatten sich auf den Weg dorthin gemacht, um sich zu informieren und ihre Ideen und Anregungen zur Entwicklung des Areals weiterzugeben. Ziel der Veranstaltung war es, die Bürgerschaft frühzeitig mit einzubinden und ohne Vorplanungen Ideen zu sammeln und Bedarfe abzufragen. Auch nach Lösungen für eine mögliche Zwischennutzung des Geländes in den kommenden Monaten wurde gefragt.
Im stündlichen Takt gab es eine inhaltliche Einführung durch Bürgermeister Matthias Wittlinger und Vertreter der STEG. An mehreren Info-Ständen bestand darüber hinaus die Möglichkeit,sich mit Vertretern aus Gemeinderat, STEG Stadtentwicklung und Verwaltung über das Stadtentwicklungskonzept Uhingen 2030, das Sanierungsgebiet Oberdorf sowie Anregungen zur Gestaltung des Areals der Alten Spinnweberei auszutauschen. An einem weiteren Stand ging es rund um die Internationale Bauausstellung 2027 (IBA’27) und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben.
Selbst aktiv konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Ideenfeld mit Luftbildteppich werden –hiervon wurde reger Gebrauch gemacht.

Wer an der ersten Veranstaltung nicht teilnehmen konnte, kann noch bis Ende Oktober seine Ideen zur Entwicklung des Areals der Alten Spinnweberei an die Verwaltung weitergeben –entweder über die aufgestellte Box im Erdgeschoss des Rathauses oder gerne auch per Mail.
Sämtliche Vorschläge werden gesammelt und von der beauftragten STEG Stadtentwicklung aufbereitet sowie anschließend der Verwaltung, dem Gemeinderat sowie der Bürgerschaft präsentiert.
Als Dank für das Engagement der Bürgerinnen und Bürgern gab es kostenlose Verpflegung mit Pizzaschnitten oder Roter Wurst sowie alkoholfreien Getränken. Die Bewirtung hierfür übernahm das Team von PINO Eventgastronomie, Uhingen. Die Verwaltung sagt DANKE für die große Beteiligung und das Interesse an der Veranstaltung!

Geschichte der Spinnweberei Uhingen und Zukunft des Areals

1894 wurde mit dem Bau der „Mechanischen Weberei Rothschild“ in der Nähe des Bahnhofs begonnen. Gründer waren Moritz Rothschild und sein Sohn Harry aus Nordstetten bei Horb. Schnell wuchs das Unternehmen auf bis zu 400 Beschäftigte. Noch bis 2017 produzierte das Unternehmen Spinnweberei Uhingen (SWU) seine präzisen Trägergewebe auf technisch hochspezialisierten Luftdüsen-Webmaschinen und musste dann den Betrieb nach über hundertjähriger Produktionszeit einstellen.
Die Stadt Uhingen erwarb das 1,2 ha große Areal im Herzen der Stadt für 2,3 Mio. Euro.
Der Gemeinderat beschloss den Abriss des gesamten Areals. Die Kosten dafür liegen bei rund 456.000 Euro. Hinzu kommen Honorare für ein Gutachten über die Altlastenerkundung sowie für die beauftragten Architekten und Geologen. Dies ergibt eine Gesamtsumme für den Abriss von rund 591.000 Euro. (Abriß Schornstein am 12.3.2019)
Wie so oft, gibt es zwei Seiten der Medaille. Die Insolvenz des Traditionsunternehmens war ein herber Schlag, da viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Andererseits eröffnen neue städtebauliche Perspektiven auf dem Areal der ehemaligen Spinnweberei
In der Ortsmitte entstand ein Freiraum, der städtebaulich, infrastrukturell und bürgerorientiert mit neuem Leben gefüllt werden kann. Erfreulich für die Verwaltung und den Gemeinderat ist die Tatsache, dass sich dieses Projekt im Nahbereich des „Sanierungsgebiets Oberdorf“ befindet. Die günstige Lage ermöglicht, dass eventuell weitere Fördergelder akquiriert werden können. Durch den neu geschaffenen Steg über die Fils (zwischen der Moltkestraße und der Wilhelmstraße) für Fußgänger und Radfahrer besteht auch eine direkte Verbindung zwischen dem Oberdorf und dem Stadtzentrum. Dies bedeutet, dass bei der anstehenden Neukonzeption auf dem Areal der Spinnweberei wichtige Anknüpfpunkte zu und auch Synergien mit dem jetzigen Bereich Oberdorf entstehen werden.
Die Aufstellung des neuen Nutzungskonzeptes für das Areal der ehemaligen Spinnweberei wird jetzt  in Angriff genommen werden.
Mit der Veranstaltung am 9. Oktober 2020 auf dem Areal der alten Spinnweberei erfolgt nun der Startschuss für die Sammlung von Ideen mit Beteiligung der Bürger.

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