Stadt Uhingen fördert Streuobstanbau

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Hochstamm-Obstbäume für 15 Euro: Eine Sammelbestellung der Stadt ermöglicht den günstigen Erwerb bewährter regionaler Obstsorten.

Die Stadt Uhingen setzt sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Streuobstbestände im Stadtgebiet ein und bietet auch in diesem Jahr wieder eine Sammelbestellung für Hochstamm-Obstbäume an. Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sowie Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter können aus einer vielfältigen Auswahl bewährter Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschensorten wählen. Unabhängig von der Sorte kostet ein Baum 15 Euro.

Streuobstwiesen sind ein prägendes Element unserer Kulturlandschaft und zugleich von großer Bedeutung für den Naturschutz. Alte Obstbäume und artenreiche Streuobstbestände bieten Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Mit der Förderung möchte die Stadt Uhingen dazu beitragen, bestehende Bestände zu erhalten, Lücken durch Nachpflanzungen zu schließen und neue Hochstamm-Bäume zu etablieren.

Große Sortenvielfalt für unterschiedliche Ansprüche

Für die Sammelbestellung stehen zahlreiche traditionelle und bewährte Sorten zur Auswahl:

Äpfel

  • Zabergäu Renette – Tafel- und Wirtschaftsapfel, große Frucht, späte Reife
  • Bittenfelder – Saft- und Mostapfel, sehr robust, spät reifend
  • Börtlinger Weinapfel – Most- und Essapfel, krankheitsunanfällig, kleine Frucht, gute Befruchtersorte
  • Gehrer Rambur – Saft- und Mostapfel
  • Brettacher – zum Mosten, Essen, Kochen und Backen, krankheitsunanfällig, spätblühend, große Frucht
  • Hauxapfel – zum Mosten, Backen und Kochen, krankheitsunanfällig, frühblühend, große Frucht, gute Befruchtersorte
  • Maunzenapfel – Most- und Kochapfel, krankheitsunanfällig, mittelgroße Frucht
  • Jakob Fischer – zum Essen, Kochen und Backen, mittelgroße Frucht, guter Stammbildner
  • Roter Boskop – Most-, Tafel-, Back- und Kochapfel, krankheitsunanfällig, große Frucht, Winterapfel
  • Kaiser Wilhelm – Tafel- und Wirtschaftsapfel, große Frucht, Reife ab Ende September
  • Luikenapfel – kleiner Mostapfel
  • Roter Eiserapfel – späte bayerische Lokalsorte
  • Wettringer – guter Herbstapfel
  • Rheinischer Bohnapfel – robuster Saft- und Mostapfel, späte Reife
  • Hilde – Saft- und Mostapfel mit sehr großer Frucht, späte Reife


Birnen

  • Pastorenbirne – späte, haltbare Tafelbirne
  • Karcher Birne – Most- und Brennbirne, Reife ab Ende September
  • Palmischbirne – zum Mosten und Brennen, krankheitsunanfällig, kleine Frucht
  • Gelbmöstler – zum Mosten und Brennen, krankheitsunanfällig, kleine Frucht
  • Gellerts Butterbirne – anspruchslos und robust, feine Herbstbirne, starkwüchsige Tafelbirne, außerdem für Saft, Dörren und Konserven geeignet
  • Stuttgarter Geißhirtle – Sommerbirne mit frühem Ertrag, kleine Früchte, zum Einkochen und Dörren
  • Nägelesbirne – Brenn-, Dörr- und Kompottbirne, Reife ab Anfang September
  • Oberösterreichische Weinbirne – Mostbirne, Reife ab Mitte September


Zwetschgen

  • Hauszwetschge – zum Essen, Backen, Kochen und Brennen, selbstfruchtbar, späte Reife
  • Bühler Frühzwetschge – bekannte Frühsorte
  • Katinka – sehr gute Frühsorte
  • Hanita – sehr gute Spätzwetschge


Kirschen

  • Burlat – frühe Kirsche
  • Mödinger – schwarze Kirsche, späte Reife

Fachgerechte Pflanzung und Pflege

Gefördert wird die freiwillige Pflanzung von hochstämmigen Kern- und Steinobstbäumen in der offenen, freien Landschaft, auf Weiden sowie in Gärten im Gemeindegebiet. Möglich sind sowohl Neu- als auch Nachpflanzungen.

Bei der Pflanzung ist auf eine angemessene Baumdichte und ausreichend besonnte Zwischenräume zu achten. Als Richtwert gilt maximal ein Baum pro Ar.

Die Pflanzung erfolgt auf eigene Kosten. Die Bäume sind fachgerecht zu pflanzen, gut zu pflegen und dauerhaft zu erhalten. Eine Pflanzanleitung mit Pflegehinweisen kann auf Wunsch ausgehändigt werden.

Die Förderung dient ausdrücklich dem Erhalt und der Entwicklung wertvoller Streuobstbestände. Eine Unterstützung wird daher nicht gewährt, wenn der Pflanzung eine Baumrodung vorausging, bei der Naturschutzinteressen nicht berücksichtigt wurden. Wer eine Baumrodung plant, kann die Stadt Uhingen rechtzeitig informieren. So können unter anderem die Erhaltung alter Bäume und von Bäumen mit Totholz, eine ausgewogene Baumaltersstruktur sowie die Sortenvielfalt berücksichtigt werden.

Jetzt bestellen – Frist bis 21. Oktober 2026

Die Bestellformulare für die Anmeldung zur Hochstamm-Obstbaumbestellung sind im Ordnungsamt, Zimmer 204, erhältlich und können auch über die Homepage der Stadt Uhingen heruntergeladen werden.

Das ausgefüllte Bestellformular muss bis spätestens Mittwoch, 21. Oktober 2026, bei der Stadt Uhingen eingegangen sein. Die Bestellung kann per Post an die Stadt Uhingen/Ordnungsamt, Kirchstraße 2, 73066 Uhingen, oder per E-Mail an martina.bartos@uhingen.de gesendet werden.

Die Ausgabe der bestellten Bäume findet am Mittwoch, 4. November 2026, um 17 Uhr auf dem Stadtbauhof Uhingen, Bleichereistraße 61, 73066 Uhingen, statt. Die bestellten Bäume kosten unabhängig von der gewählten Sorte 15 Euro pro Stück und werden gegen Barzahlung ausgegeben. Die Bestellungen sind verbindlich. Eine Abholbenachrichtigung beziehungsweise Rechnung wird den Bestellerinnen und Bestellern zugesandt.