Stadt Uhingen handelt umsichtig und verantwortungsbewusst

Zum Artikel in der NWZ: Anwohner klagen über Überflutungen“ vom 11.7.2019 ist aus Sicht der Stadt Uhingen folgendes klar- und richtig zu stellen:

1. Die Stadt Uhingen hat großes Verständnis für die missliche Situation der betroffenen Anwohner in Holzhausen. Allerdings ist das Problem Hochwasser bei Starkregen in diesem Gebiet weitaus komplexer als im NWZ Bericht dargestellt. Zu einer Verbesserung der Situation sind gemeinsame Anstrengungen von allen Beteiligten erforderlich. Dazu zählen insbesondere auch die Eigentümer der betroffenen Häuser aber auch die Eigner der anliegenden Ackerflächen.
 
2. Die Verantwortung nur bei der Stadt Uhingen zu suchen, ist zwar sehr bequem, greift aber zu kurz. Das Oberflächenwasser der Stadt wird zuverlässig abgeleitet. Probleme macht bei Startregen das Oberflächenwasser angrenzender landwirtschaftlicher Flächen. Hier die Stadt Uhingen in Haftung zu nehmen ist rechtlich nicht korrekt. Um diese Probleme zu lösen ist zudem Privatfläche, für zum Beispiel einen Graben, erforderlich. Das Eigentumsrecht der Anlieger und Grundstückbesitzer muss von der Stadt Uhingen respektiert werden. Bei dem Gespräch mit der Stadtverwaltung und den Anwohnern vor Ort wurde festgelegt, dass die Ortsvorsteherin Ursula Weller mit den betreffenden Landwirten spricht, um schnell Abhilfe zu schaffen.
 
3. Im Übrigen hat die Stadt Uhingen Ihre Schutzmaßnahmen seit der Überflutung vor drei Jahren sukzessive erhöht und wird sie den sich verändernden klimatischen Bedingungen entsprechend weiter anpassen.
 
Dazu zählen im Einzelnen:
- Der im Bau befindliche Weg „An der Seite“ zwischen Tennisplatz und Kunstrasenplatz wird an der Nordseite einen Randstein zur Wasserführung erhalten.
- Der nördlich des Sportplatzes verlaufende Weg, ebenfalls im Bau, wird dem Geländeniveau so angepasst, dass ein Wasserabfluss zur Nordseite möglich ist.
- Derzeit sind bereits Querriegel im Einsatz, die einen Wasserablauf in westliche Richtung verhindern. Deren Anzahl wird noch vergrößert.
- Da es auf der Baustelle des Rasenplatzes derzeit weder Bewuchs noch saugfähigen Humus gibt, wurden Dämme angebracht, die als Retentionsraum dienen. Sollte sich diese Maßnahme bewähren, wird darüber nachgedacht, diese in Absprache mit dem betroffenen Landwirt auch in Zukunft beizubehalten.
- Aus Sicht der Stadt wäre die Wiederherstellung der Abflussmulde in den privaten Ackerflächen östlich der Fichtenstraße erforderlich. Dann könnte ein Großteil des anfallenden Oberflächenwassers zum unteren Einlauf unterhalb der Birkenstraße an der Ostseite der Fichtenstraße abgeführt werden. Die Stadt hat diesbezüglich Verhandlungen mit den Eigentümern und Landwirten aufgenommen.
- Weitere Maßnahmen, etwa die Querneigungsänderung auf Teilen der Fichtenstraße wird geprüft. Allerdings besteht die Gefahr, dass es dadurch zu einer Verlagerung der Problematik an andere Stellen kommt. Dies wäre dann aus Sicht der Stadt keine erstrebenswerte Lösung.
- Ein zu hoch stehender Einlauf in der Lindenstraße wird angepasst, ebenso ein zu niederer Bordstein.
- Die zukünftige Drainage des neuen Sportplatzes wird für eine Entwässerung zur Haldenbergseite und so für eine erhebliche Entlastung für die Holzhäuser Seite sorgen.
 
4. Aus Sicht der Stadt Uhingen ist festzustellen. Weder ist der neue Kunstrasenplatz die Ursache für die Überschwemmungen, noch ist der Querschnitt der Abwasserkanäle zu gering dimensioniert. Letzteres wurde bei aktuellen Prüfungen durch Spezialisten bestätigt.

5. Darüber hinaus ist es wichtig und unverzichtbar, dass auch die Eigentümer der Häuser im betroffenen Gebiet eigenaktiv Sicherungsmaßnahmen treffen. Zum Beispiel mit einer Rückschlagklappe in der Zuleitung, damit kein Wasser in den Keller laufen kann. Dafür ist die Stadt Uhingen weder zuständig noch verantwortlich.

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