Todesursache geklärt: Sämtliche Jungschwäne starben an einer bakteriellen Infektion

In den vergangenen drei Wochen sind fünf von sechs Jungschwänen am Charlottensee gestorben. Der vergangene Woche verendete fünfte Schwan wurde durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Stuttgart untersucht. Das Ergebnis liegt der Stadtverwaltung inzwischen vor: Der Verdacht, dass auch der fünfte verendete Wildvogel von dem Bakterium „Campylobacter coli“ befallen war, hat sich bestätigt“, betont Bürgermeister Wittlinger.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass durch die Erkrankung sowohl die Leber als auch das Gehirn des Schwans nur noch eingeschränkt funktionsfähig waren. Die Verminderung der Hirnfunktion könnte dazu geführt haben, dass das Tier nicht mehr sehen konnte. „Das war ein erbärmlicher Anblick, der einem in der Seele weh tat“, bedauert Bürgermeister Wittlinger, der selbst täglich mehrmals nach den Wildtieren geschaut hat. „Ich weiß, dass diese traurige Geschichte viele Menschen in Uhingen sehr bewegt hat. Auch deshalb war es uns wichtig, die Ursachen dieses Schwanensterbens genau zu untersuchen.“ Die Stadtverwaltung befolgte während der Erkrankung der Tiere sorgfältig die Ratschläge des Veterinäruntersuchungsamtes. Kurz nach den ersten Todesfällen wurde eine Ruhezone für die Wildtiere eingerichtet und auf das Fütterungsverbot hingewiesen. Die pathologische Untersuchung durch die Experten habe außerdem ergeben, dass der Schwan nicht hätte gerettet werden können. Dafür war der Bakterienbefall zu massiv. Auch ohne den Stress während des Rettungsversuches durch Spaziergänger, wäre das Jungtier aufgrund der starken Erkrankung zeitnah verstorben. „Es stimmt mich traurig, dass sich das Bild des Charlottensees durch das Fehlen der Schwäne so verändert hat. Ich freute mich bei jedem Besuch über die Tiere“, bedauert der Rathauschef. Mittlerweile sind die Elterntiere mit dem letzten verbliebenen Jungschwan zur Fils umgezogen.Die Stadtverwaltung dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für die rege Anteilnahme hinsichtlich der erkrankten Tiere. Erneut weist die Stadtverwaltung Uhingen darauf hin, dass das Füttern von Schwänen, Wildenten und Wildgänsen gesetzlich verboten ist. Denn dies ist für Wildtiere schädlich.

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