Bericht aus der Sitzung des Gemeinderats am 21.07.2017

Neubau eines dreigruppigen Kindergartens
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Planungen für den Kindergartenneubau am jetzigen Standort in der Panoramastraße weiterzuführen und den Entwurf mit der zweigeschossigen Bebauung zur Einrichtung von drei Gruppen umzusetzen. Der provisorische Kindergartenbau in der Panoramastraße wurde Mitte der 80er Jahre erstellt und befindet sich in einem Zustand, welcher einen Erhalt mittelfristig nicht mehr ermöglicht.
Eine Kindergartenbedarfsplanung in Uhingen ergab, dass dieser Standort aufgrund der zu erwartenden Nachfrage dringend benötigt wird. Die freien Architekten Autenrieth und Jargon aus Eislingen haben zwei Entwürfe für  zwei altersgemischte Ganztagesgruppen für Kinder von 2-6 Jahren und für eine Krippengruppe erarbeitet. Vorgeschlagen wird eine zweigeschossige Bauweise. Um behindertengerechte Eingänge zu schaffen erhält jeder Etagenbereich einen eigenen stufenlosen Eingang. Die Geschosse sind über eine innenliegende Treppe verbunden und werden auch über einen Aufzug erreichbar sein. Für den zweigeschossigen Bau sprechen die größere Außenbereichsfläche und die geringere Rücknahme des angrenzenden Waldes. Die Vorsitzende der SPD-Fraktion Susanne Widmaier befürwortete die Pläne mit der zweigeschossigen Bauweise. Besonders positiv sind die größeren Freispielflächen und die Verringerung der Ausstockungen des angrenzenden Waldes. Die Baumaßnahme sei besonders wichtig und notwendig, vor allem für die Kinder aus Holzhausen und Uhingen Nord. Ihr Wunsch ist es, ein einfaches Verfahren beim Bebauungsplan zu erhalten, um die Maßnahme  in Anbetracht des dringenden Bedarfs so zügig wie möglich umsetzen zu können. Sabine Braun, die Vorsitzende der CDU-Fraktion, schloss sich diesen Ausführungen an und plädiert  ebenso für die zweigeschossige Bauweise. Ihr ist bewusst, dass man etliche der angrenzenden Bäume nicht erhalte könne, dennoch blute ihr das Herz bei diesem Gedanken. Sie legt nahe, aus finanzieller Sicht nochmals über die Planung eines Aufzuges nachzudenken. Nach den Ausführungen von Rainer Frey wurden alle Wünsche seitens der Freien Wählervereinigung in die Planung aufgenommen. Er spricht sich ebenfalls für die zweigeschossige Bauvariante aus und befürwortet den aktuellen Baustandort.  Auch Ulrich Langer stimmt im Namen der FDP/UB-Fraktion den vorangegangenen Aussagen zu und betont, dass in Anbetracht der darauffolgenden Themenpunkte der Gemeinderatssitzung der Bau des Kindergartens Priorität verdiene.

Umbau, Sanierung des Gebäudes Kirchstr. 1
Bei einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat das unter Denkmalschutz stehende Gebäude Kirchstraße 1 zu sanieren. Grundlage für die Entscheidung war die Entscheidung der Denkmalbehörden, welche einen Abbruch des Gebäudes ausschließen sowie ein Nutzungskonzept für das Bestandsgebäude. Dieses Nutzungskonzept wurde vom Büro AeDis in Ebersbach-Roßwälden erstellt und vom Architekten, Herrn Reiner, in der Sitzung vorgestellt. Danach könnte das Jugendhaus im Gebäude verbleiben und in den Obergeschossen zusätzliche Flächen von 500 m², geschaffen werden. Hiervon können 200-300 m² als Hauptfläche verwendet werden. Die vorgestellte Nutzung wäre noch flexibel und kann auf jeden Fall noch verändert werden. So ist eine Nutzung der Räumlichkeiten als Familientreff, Begegnungsstätte von Jung und Alt, Museum oder für Vereine denkbar. Die Kosten der Umsetzung belaufen sich auf rd. 2,3 Mio. €. Aus der Städtebauförderung Oberdorf ist ein Zuschuss durch Bund und Land von 900.000 € zugesagt. Der Vorsitzende der FWV-Fraktion Rainer Frey bedankt sich bei den Planern für das Konzept. Er hält die Kirchstraße 1 für ein stadtprägendes Gebäude, in welches man eine sinnvolle Nutzung integrieren kann. Ihm stellt sich die Frage der Finanzierung und wann die angedeuteten Zuschüsse in Anspruch genommen werden müssen. Bürgermeister Herr Wittlinger entgegnete, dass die bewilligten Mittel bis April 2019 abgerufen werden müssen, es sei denn, man könne die Laufzeit des Sanierungsgebietes Oberdorf auf April 2021 verlängern. Der Rathauschef erläuterte, dass man sich bemühe dies zu erreichen. Auf die Frage von Stadtrat Rainer Frey, über welchen Zeitraum die Restauration des Gebäudes stattfinden würde, antwortet Architekt Reiner, dass man mit einem Jahr Bauzeit und einem Jahr Planung von heute an rechnen müsse. Auch die angesetzten Kosten des Projekts seien seitens AeDis sicher und vertrauenswürdig aus einer Schadensanalyse ermittelt worden. Man müsse nicht mit einer gravierenden Differenz der geschätzten und den tatsächlichen Kosten rechnen. Für die SPD-Fraktion begrüßt ihre Sprecherin Susanne Widmaier  die Möglichkeit, die Nutzung noch flexibel halten zu können. Die Sanierung des Gebäudes könne jetzt angegangen werden, allerdings stellt sich die Finanzierung angesichts der weiteren Projekte in Uhingen als schwierig dar. Insgesamt ist das Gebäude für das Stadtbild und als Entree ins Gebiet Oberdorf wichtig.  Für das Jugendhaus müsse noch eine Lösung für die Zeit der Sanierung gefunden werden. Die CDU-Fraktion könnte sich nach den Ausführungen ihrer Vorsitzenden Sabine Braun das Gebäude als Einrichtung für alle Museen der Stadt vorstellen. Sie legt nahe, die Sanierung so spät wie möglich zu beginnen, je nachdem wann die Mittel zeitlich abgerufen werden müssen. Dies mit Blick auf die anderen priorisierten Projekte, die im Haushaltsplan bereits veranschlagt wurden. Ulrich Langer, Vorsitzender der FDP/UB-Fraktion verwies darauf, dass der Denkmalschutz nicht zu umgehen sei. Im Zuge der Sanierung müssen auch die Nutzungskonzepte des Berchtoldshofs, des Rathauses und des Gebäudes Kirchstraße 1 aufeinander abgestimmt werden. Hier benötige auch der Gemeinderat weitere Informationen.    

Vereinbarung über Knotenpunkt L 1192/L 1225 in der Ortsdurchfahrt Uhingen zu einem Kreisverkehrsplatz  
Der Gemeinderat lehnte nach ausgiebiger Diskussion den Bau eines Kreisverkehrs im Einmündungsbereich Schorndorfer Straße/Esslinger Straße ab. Damit wurde der Planungsbeschluss des Gemeinderats selbst vom 09.12.2016 wieder aufgehoben.  In einer verkehrstechnischen Machbarkeitsanalyse für den Knotenpunkt Schorndorfer Straße / Esslinger Straße wurden 3 Varianten überprüft. Ergebnis der Analyse ist, dass sich bei einem Kreisverkehr nur unwesentliche bzw. keine verbesserte Leistungsfähigkeit im Vergleich zur vorhandenen Lichtsignalanlage gibt. Nicht möglich wäre ein Kreisverkehr bei der Herstellung eines Vollanschlusses an die B 10 Uhingen-Mitte. Die Kosten für den Bau des Kreisverkehrs in Höhe von ca. 575.000 € müssen von der Stadt getragen werden, bis auf eine pauschale Vergütung des Belags und Anschlusses an die vorhandene Brücke in der Schorndorfer Straße. Die bislang vorhandenen Fußgängerquerungen an der Brückenstraße können voraussichtlich durch einen Zebrastreifen ersetzt werden. Ein Fahrradstreifen mit gesicherter Durchfahrt durch den Kreisverkehr ist nicht möglich. Es bleibt der Kompromiss erhalten, dass Radfahrer aus Richtung Ebersbach kommend Richtung Ortsmitte über die Stuttgarter-/Brückenstraße Richtung Holzhausen fahren. Die Planungsvarianten wurden in der Sitzung von Ingenieur Herrn Heider vom Büro Thomas + Partner vorgestellt. Die CDU-Vorsitzende Sabine Braun kann  diesem Vorhaben nicht zustimmen. Der Eigenanteil der Stadt belaufe sich auf 575 Tsd. € für eine wenig entspanntere Verkehrssituation. Man müsse nie so lange an der Lichtsignalanlage warten und sie empfindet die Überführung der Kindergartenkinder ohne Ampel gravierend und sehr gefährlich. Auch die bei einem Kreisverkehr unbefriedigende Radsituation untermauert die Ablehnung. Stadtrat Rolf Höflinger, FDP/UB spricht sich für den Bau des Kreisverkehrs aus. Seiner Meinung nach können fast tägliche Staus an dem Knotenpunkt beobachtet werden. Natürlich erkenne auch er die Problemzone Radweg und plädiert auf eine verkehrstechnische Lösung.Die SPD-Vorsitzende Susanne Widmaier kann Herrn Höflinger zustimmen und ergänzt, dass ein Kreisverkehr durchaus zur Verflüssigung des Verkehrsaufkommens beitragen kann. Der Rückstau der Fahrzeuge sei durch die Lichtsignalanlage zu begründen und betont, dass der Verkehr auch außerhalb der Spitzenzeiten bei einem Kreisverkehr schneller und besser abfließen könne. Auch ihr sind die Problemzonen bekannt, sie tendiert aber dennoch zum Bau des Kreisverkehrs. Auch Stadträtin Beate Grünenwald, SPD, empfindet die momentane Abflussmöglichkeit der Ampelanlage als schlecht und begründet den Bau des Kreisverkehrs damit, dass einige Probleme bereits mit der Ampelanlage schon vorliegen. Für die Fraktion der Freien Wähler ist die Finanzierung des Kreisverkehrs 2018 nicht darstellbar, so deren Sprecher Rainer Frey. Überraschend ist, dass mit einem Kreisverkehr so wenig Verbesserung erreicht werden könne. Bürgermeister Herr Wittlinger plädierte  anfangs ebenfalls für einen Bau, wurde aber skeptisch, seit die Probleme beim  Kreisverkehr in Rechberghausen aufgetreten sind.

Informationsbroschüre

Bürgermeister-Sprechstunde

Für alle Bürgerinnen und Bürger aus Uhingen und den Stadtteilen findet in der Regel alle zwei Monate Samstagmorgens eine Bürgermeister-Sprechstunde statt.
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