Geschichte





Uhingen dürfte in der Völkerwanderungszeit, die etwa um 570 n. Chr. Zu Ende ging, von einem suebischen Sippenältesten namens Uigo gegründet worden sein. Bodenfunde aus dem 6./7. Jahrhundert belegen die Besiedelung. Im Zehntregister des Bistums Konstanz vom Jahre 1275 findet "Uhingen" seine erste schriftliche Erwähnung.

Zu jener Zeit gehörte der größte Teil des Ortes den Grafen von Aichelberg. Diese mußten ihren Besitz aus Geldmangel 1332 an ihre Gläubiger, die Grafschaft Württemberg, verkaufen.

Die Urmarkung von Uhingen reichte vom Marbach im heutigen Faurndau über Wangen-Niederwälden und Holzhausen nach Diegelsberg und weiter über den Schafhof bei Albershausen nach Sparwiesen. Der Umstand, daß Reustadt bei Hattenhofen und Bezgenriet im Mittelalter kirchlich zur Pfarrei Uhingen zählten, könnte ein Hinweis darauf sein, daß selbst diese Ortschaften auf der Uhinger Urmarkung entstanden sind. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bildete Uhingen zusammen mit Sparwiesen und Diegelsberg ein Stabsamt, dem der Stabsschultheiß, meist ein herzoglicher Beamter, vorstand.

Vier oder fünf große Bauernhöfe, drei Mühlen und zwei Schildwirtschaften bildeten einst das schwache Rückgrat der Wirtschaft in Uhingen. Neben diesen fristeten zahlreiche Kleinbauern und Kleinhandwerker ein mehr als bescheidenes Dasein. Mit zunehmender Einwohnerzahl schwanden die Verdienstmöglichkeiten, was besonders im 19. Jahrhundert eine Anzahl von Familien und Einzelpersonen zur Auswanderung gezwungen hat.

Der 1847 erfolgte Eisenbahnbau und die mit der Fils vorhandenen Wasserkraft gaben mancher Unternehmenspersönlichkeit den Anreiz, einen Platz zum Bau einer Fabrik zu erwerben.

Die Textilindustrie machte den Anfang.

Webereien und Textilausrüstung boten zahlreiche Arbeitsplätze. In den Zwanziger Jahren blühte im Zuge der Motorisierung die Metallindustrie auf.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nahm die wirtschaftliche Kraft des Raumes und die weite Streuung der Gewerbe stark zu.